Nicht nur Inhalte und Wording von
Stellenanzeigen geben Bewerbern die Richtung eines erfolgreichen
Bewerbungsanschreibens vor, auch Gestaltung und Design einer
Anzeige sagen einiges über das Unternehmen aus. Geht es bei
Inhalten und Wording eher um direkte Botschaften zu Fakten,
Unternehmensphilosophie, Coropate Behavior und Unternehmenskultur
so ist die Botschaft von Gestaltung und Design wesentlich subtiler
und erlaubt in erster Linie Rückschlüsse auf
Unternehmensphilosophie, Coropate Behavior und Unternehmenskultur.
Hüten Sie sich aber vor übereilten Schlüssen und
wilden Spekulationen. Nutzen Sie vielmehr wirkungsvoll, was die
Firma über sich selbst erzählt.
Größe des Stellenangebots
In Printmedien richtet sich der Preis einer
Stellenanzeige nach der Größe: Mehr Platz kostet viel
Geld. Eine Viertelseite kostet in führenden Printmedien
schnell um die 20.000 Euro. Und das für eine einmalige
Schaltung der Anzeige. 20.000 Euro dafür, dass das Papier nach
wenigen Tagen im Altpapier landet und dafür, dass
womöglich nur 10 Bewerber, die sich für qualifiziert
erachten, diese Anzeige sehen und sich bewerben. Das ist viel Geld
für einen einzigen Erscheinungstermin.
Sie als Bewerber können daraus
schließen, dass eine relativ kleine Anzeige, eben nicht
bedeutet, dass eine unbedeutende Position in einem unbedeutenden
Unternehmen besetzt werden soll. Das Unternehmen möchte
vielleicht "nur" viertausend Euro für eine Anzeigenschaltung
ausgeben. Ist das Budget begrenzt, dann werden eben für das
Geld einer Viertelseite mehrere kleinere Anzeigen geschaltet.
Firmen mit hohem Bekanntheitsgrad haben andererseits gar keine
Wahl: Gewisse Mindest-Standards sollten eben schon erfüllt
sein, um das Image des Unternehmens erfolgreich und positiv zu
unterstreichen. Oder was würden Sie denken, würden
Unternehmen wie BMW, BASF oder IBM mit einer einspaltigen Anzeige
von etwa fünf Zentimeter Höhe einen gesuchten
Spezialisten mit Führungskompetenz suchen? Größe
und Gestaltung von Stellenanzeigen sind Teil des Firmenimages, das
ein Unternehmen ausstrahlen möchte. Natürlich ist die
Anzeigengröße immer auch eine Budgetfrage: Nicht nur in
großen Unternehmen kann man aus dem Aufwand, den die Anzeige
verusacht (Kosten der Schaltung und Design), auf die Bedeutung der
Vakanz schließen. Sind die Kosten für die Stellenanzeige
und -suche im Budget eingeplant, oder handelt es sich um eine
unerwartete Ausgabe? Auch dieser Aspekt spielt gerade in
wirtschaftlich schwierigeren Zeiten eine Rolle.
Farben, Grafiken und Bilder im
Stellenangebot
Ist die Job-Offerte farbig gestaltet?
Enthält sie grafische Elemente oder Bilder? Was ist die
Aussage der Grafiken und der Farbwahl? Machen Sie sich bewusst:
Hier ist nichts dem Zufall überlassen. Grafische Gestaltung
soll zum einen das Auge des Betrachters auf die Job-Offerte lenken,
als Eye-Catcher wirken und fast noch wichtiger: Grafische
Gestaltung soll ganz gezielt die Bewerber ansprechen, von denen man
sich Bewerbungen erhofft. Wording und Grafische Gestaltung sollen
eine Sprache sprechen und sich in der Penetrierung der Botschaft
unterstützen. Solche Botschaften können z.B. sein:
Begeisterung: die Arbeit in diesem Unternehmen
macht Spass.
Zukunftsfähigkeit: Das Unternehmen blickt
zuversichtlich in die Zukunft.
Seriosität: Wir nehmen unsere Arbeit
ernst.
Teamplayer gefragt: Fairer Umgang unter Kollegen
/ Frauen im Team sind erwünscht / verschiedene
Nationalitäten arbeiten in interkulturellen Teams.
Lösungsorientierung: Wir lösen
Probleme
Kreativität: Hier sind kreative Köpfe
am Werk.
Schriftart und Anordnung des Texts im
Stellenangebot
In einer graphisch perfekt gestalteten
Job-Offerte sind nicht einmal Art und Stil der Schrift sowie
Anordnung des Textes im Stellenangebot dem Zufall überlassen.
Kommt eine klare, geradlinige Schrift zum Einsatz oder eine Schrift
mit Serifen? Werden verschiedene Schriftarten und
Schriftgrößen kombiniert? Werden weitere
Gestaltungselemente wie Fettdruck, Unterstreichungen oder kursive
Textabschnitte genutzt? Hat der Text eine klare Linie,
Einrückungen und andere Gliederungsmerkmale oder wirkt er eher
unübersichtlich und ungeordnetet?
Schauen Sie sich mal gezielt Job-Offerten nach
diesen Kriterien an. So schulen Sie Ihr Auge und Ihre
Interpretationsfähigkeit: Die Mühe lohnt sich, denn Sie
lernen direkt auf die Unternehmenskultur schließen, welche
oft nichts anderes ist, als ein Spiegel der Kultur der
Geschäftsführung. So kommen Sie der Frage näher, ob
Sie in diesem Unternehmen arbeiten wollen und warum genau Sie das
wollen - oder eben nicht wollen.
Verspielte Leichtigkeit: Hier läuft die
Arbeit wie geschmiert.
Personenbezogen: Wünsche und Erwartungen
von Kunden und Mitarbeitern sind dem Unternehmen wichtig.
Vertrauen: Die Unternehmenskultur ist
geprägt von Geradlinigkeit und Vertrauen.
Sachbezogen: Hier geht es um Informationen,
Fakten und um die Sache.
Diese Beispiele verdeutlichen, wo das
Unternehmen den Schwerpunkt setzt, in welchem Licht es sich nach
außen präsentiert. Natürlich gibt es keine
Garantie, dass das in jedem Unternehmensbereich wirklich so gelebt
wird. Es menschelt eben überall. Sie können also
Schlüsse ziehen, aber ob die Job-Offerte des Unternehmens den
wahren Arbeitsalltag korrekt widerspiegelt, ob sie hält, was
sie verspricht, ist ungewiss. Sicher ist jedoch, dass sich ein
Unternehmen genau überlegt, wie es sich nach außen
präsentiert. Die Botschaft soll ankommen, ob Sie der
Realität standhält, wissen Sie erst, wenn Sie im Boot
sitzen.
Für Sie als Bewerber ist eines ganz klar:
Auf Job-Offerten mit unterschiedlichen Aussagen können Sie
sich nie und nimmer mit dem gleichen 08/15
Standard-Textkonserven-Anschreiben bewerben, wenn Sie ernsthaft ins
Boot wollen. Manche Unternehmen setzen den Schwerpunkt auf Teams
und Personen, andere sind mehr zahlen- und sachorientiert. Zu
Übungszwecken - wenn Sie genug Zeit haben - können Sie
sich ja auch bei Unternehmen bewerben, die für Sie nach dieser
Analyse nicht so interessant sind. Werden Sie zum
Vorstellungsgespräch eingeladen, finden Sie sich in der
interessanten Situation zu prüfen, inwieweit Ihre Analyse des
Stellenangebots mit dem ersten realen Kontakt zum Unternehmen
übereinstimmt. Es ist Ihre Entscheidung, bei welcher Art von
Unternehmen Sie künftig arbeiten möchten. Was Ihnen mehr
liegt, oder was nicht zu Ihnen paßt. Da wo Sie sich wohl
fühlen werden.
Karriere-Coaching - Executive-Coaching: Wir
unterstützen Sie bei Bewerbung und individueller
Karriereplanung.
Rufen Sie uns bei Interesse an oder schicken Sie eine Email:
(c) dieFeedbacker Feedback Coaching
Karriere-Coaching und Executive-Coaching Department of
consultants.de
Thomas Gronbach
Lärchenweg 4 82319 Starnberg
Tel 08151-652784, Fax 08151-652786
Email: team@die-feedbacker.de www.die-feedbacker.de
Nützliche Buchtipps zu Karriereplanung und Bewerbung
Initiativbewerbung Die
Initiativbewerbung ist nach wie vor eine der erfolgversprechendsten
Bewerbungsmethoden. Die Karriereexperten Christian Püttjer und
Uwe Schnierda zeigen in diesem kompakten Ratgeber, wie man einen
gelungenen Erstkontakt mit dem Wunschunternehmen herstellt, sich
souverän am Telefon präsentiert und mit perfekten
Bewerbungsunterlagen glänzt - auch und gerade wenn man sich
nicht auf eine Stellenanzeige beziehen kann.
Durchstarten zum Traumjob: Das
ultimative Handbuch für Ein-, Um- und Aufsteiger Bolles'
Buch, auch als die Bibel der Jobsuche bezeichnet, ist der
Bewerbungsklassiker schlechthin. Er zeigt wie Sie sich über
Ihre beruflichen Ziele klar werden und sich Ihrem zukünftigen
Arbeitgeber als idealer Problemlöser darstellen können.
Humorvoll geschrieben, präsentiert er Berufseinsteigern wie
Karrierewechslern alles Notwendige für eine erfolgreiche
Jobsuche, egal ob man Berufsanfänger ist, über einen
beruflichen Wechsel nachdenkt oder schon länger eine neue
Stelle sucht.
Durchstarten zum Traumjob - Das
Workbook Um seinen Traumjob zu finden, muss man genau wissen,
was man will und kann - denn je besser man seine individuellen
Fähigkeiten kennt, umso eher findet man den Job, der wirklich
zur eigenen Persönlichkeit passt. Die Analyse der eigenen
Fähigkeiten und Wünsche fällt jedoch den meisten
Menschen schwer. Das Arbeitsbuch von Richard Nelson Bolles liefert
die richtigen Übungen zur Selbstanalyse.
"Wir haben nur positive Erfahrung mit Ihrem Jobportal gemacht und sind sehr zufrieden. Der Response der Bewerber ist sehr hoch und ebenso die Qualifikation der Stellensuchenden.
Weiter so!!!!"
Silvia Scharff
Consulta Personal- und Wirtschaftsberatungs GmbH Theodorstr. 1 90489 Nuernberg