Die schriftliche Bewerbung

Bewerbungsschreiben sind pure Selbstpräsentation

Nur im Bewerbungsschreiben haben Sie die Chance den Personaler direkt zu erreichen und konkret Bezug zwischen Ihrer Qualifikation und der ausgeschriebenen Vakanz herzustellen. Fast noch wichtiger: Sie können den Leser so richtig neugierig machen auf den Menschen, der so ein klasse Bewerbungsschreiben versendet.




Das Bewerbungsanschreiben

Manche bezeichnen Bewerbungsanschreiben auch als „Begleitschreiben“, eine Bezeichnung, die vollkommen in die falsche Richtung führt. Ihr Bewerbungsanschreiben ist keine Hintergrund-Begleitung sondern neben dem Lebenslauf der zentrale Bestandteil Ihrer Bewerbung. Leider nutzen die wenigsten Bewerber die phantastischen Möglichkeiten sich durch ein qualifiziertes Bewerbungsanschreiben von der Masse dere Bewerber abzuheben. Viele Bewerbungsschreiben sind nichtssagend und gleichlautend, wie aus der Retorte:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich interessiere mich für die Stelle als Projektmanager, welche Sie bei der Jobbörse xx im Internet unter der Referenznr. 12345/abc inserieren. Ich bin für diese Aufgabe qualifiziert, weil ich über Durchsetzungsvermögen verfüge und Team-Kollegen gut motivieren kann. Unter Streß laufe ich zu Höchstform auf und bringe gleichbleibend hervorragende Arbeitsergebnisse.
Ich freue mich auf ein Vorstellungsgespräch zum beidseitigen kennenlernen.

Freundlichen Gruß
Anlagen: …

Versetzen Sie sich in die Lage des Personalentscheiders, dann wird Ihnen schnell klar, dass so ein Bewerbungsschreiben eigentlich eine Zumutung ist. Der Personaler erhält hunderte Bewerbungsschreiben genau dieser Art und soll herausfinden, welcher Bewerber denn nun qualifiziert ist für genau die zu besetzende Vakanz. Wer es ihm einfach macht die richtigen Qualifikationen zu erkennen, der wird eingeladen. Somit sind derartige Bewerbungsschreiben nicht weiter als eine weitere verpaßte Chance. Mit diesem „Begleitschreiben“ landet eine Bewerbung gleich auf dem Stapel „Absagen“ – Qualifikation und Zeugnisse werden, wenn überhaupt, nur noch mit einem kurzen Blick gestreift.

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Bewerbungsschreiben zur Selbstpräsentation nutzen

Mit dem Bewerbungsschreiben und Ihrer Bewerbungsmappe präsentieren Sie sich. Überhaupt ist es hilfreich den gesamten Bewerbungsprozess als eine Vertriebsaufgabe zu begreifen: Sie sind das Produkt und auch der Vertriebler. Das Bewerbungsschreiben ist die Produktpräsentation und damit das erste, was der Personalentscheider von Ihnen zu sehen bekommt. Es prägt den ersten Eindruck und somit Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung.
Kennen Sie diesen Spruch? Frage: „Was kann man als einziges nicht mehr wieder gut machen?“ Antwort: „Einen schlechten ersten Eindruck.“ Achten Sie also auf den guten, den optimalen ersten Eindruck! Wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per Post versenden, achten Sie auf eine stabile Mappe und gute Verpackung. Das schützt Ihre Dokumente. Wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per Email versenden, verwenden Sie Dateiformate, die keine Formatierungsprobleme mit sich bringen, z.B. pdf-Dateien statt Word-Dateien oder jpg-Grafikdateien. Was nützt eine perfekt formatierte Worddatei, wenn der Empfänger in einer anderen Rechnerwelt arbeitet und Ihre Datei zerhackt ankommt.

Wenn Sie Unterlagen mit einer Absage zurückerhalten, dann kontrollieren Sie sämtliche Blätter, ob jemand Kommentare dazu geschrieben hat oder ob ein Notizzettel beiliegt, bevor Sie Ihre Unterlagen erneut versenden.

Bewerbungsunterlagen unbedingt vollständig versenden

Die Erfahrung lehrt Personaler das Gras wachsen zu hören. In gewisser Weise wittert ein routinierter Personaler hinter jeder Kleinigkeit, die nicht perfekt ist, die fehlt, ein Problem des Bewerbers. Zu oft hat er sich schon zu Kompromissen hinreissen lassen und mit Leuten gesprochen, deren Unterlagen eben nur suboptimal oder unvollständig waren und sich hinterher über verlorene Zeit geärgert. Daher wird ein Personalentscheider unvollständige Bewerbungsunterlagen als schlechte Unterlagen bewerten. Ein fehlendes Zeugnis fehlt nicht durch eine Unachtsamkeit, nein, es wird als schlechtes Zeugnis angesehen, das Sie hinter dem Berg halten wollen. Sofern Sie von einer Arbeitsstelle tatsächlich kein Zeugnis haben, weisen Sie am besten direkt darauf hin, daß dieses Zeugnis fehlt und warum, sichern Sie zu, daß Sie es nachreichen, sobald Sie es haben und fordern Sie es bei Ihrem ehemaligen Arbeitgeber an.

In Stellenanzeigen sind meist eine Reihe von Fragen aufgeführt, die das Unternehmen beantwortet haben möchte. Es ist ein Gebot der Höflichkeit und gleichzeitig eine gute Gelegenheit wesentliche Fakten zu präsentieren, alle Fragen zu beantworten und auf die Frage nach dem Gehaltswunsch zumindest einzugehen: „Über das Gehalt möchte ich lieber persönlich mit Ihnen sprechen.“

Teil 1: Optimale Bewerbungsunterlagen
Teil 2: Personaler bewerten Bewerbungsschreiben

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Nützliche Buchtipps zu Karriereplanung und Bewerbung

  • Initiativbewerbung Die Initiativbewerbung ist nach wie vor eine der erfolgversprechendsten Bewerbungsmethoden. Die Karriereexperten Christian Püttjer und Uwe Schnierda zeigen in diesem kompakten Ratgeber, wie man einen gelungenen Erstkontakt mit dem Wunschunternehmen herstellt, sich souverän am Telefon präsentiert und mit perfekten Bewerbungsunterlagen glänzt – auch und gerade wenn man sich nicht auf eine Stellenanzeige beziehen kann.
  • Durchstarten zum Traumjob: Das ultimative Handbuch für Ein-, Um- und Aufsteiger Bolles‘ Buch, auch als die Bibel der Jobsuche bezeichnet, ist der Bewerbungsklassiker schlechthin. Er zeigt wie Sie sich über Ihre beruflichen Ziele klar werden und sich Ihrem zukünftigen Arbeitgeber als idealer Problemlöser darstellen können. Humorvoll geschrieben, präsentiert er Berufseinsteigern wie Karrierewechslern alles Notwendige für eine erfolgreiche Jobsuche, egal ob man Berufsanfänger ist, über einen beruflichen Wechsel nachdenkt oder schon länger eine neue Stelle sucht.
  • Durchstarten zum Traumjob – Das Workbook Um seinen Traumjob zu finden, muss man genau wissen, was man will und kann – denn je besser man seine individuellen Fähigkeiten kennt, umso eher findet man den Job, der wirklich zur eigenen Persönlichkeit passt. Die Analyse der eigenen Fähigkeiten und Wünsche fällt jedoch den meisten Menschen schwer. Das Arbeitsbuch von Richard Nelson Bolles liefert die richtigen Übungen zur Selbstanalyse.

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